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Geschichte aus 140 Jahren Konzession
Auf den ersten Blick erscheint (fast) alles wie bisher. Erst auf den zweiten Blick, den man beim Betreten des gastronomischen Betriebes gewinnt, erkennt der Gast die Besonderheit der historischen Gaststätte an der B 239 in Wagenfeld.
Ende der 60er Jahre des vorletzten Jahrhunderts (Dez. 1869) ist die Konzession für eine Schankwirtschaft erteilt worden. Und anlässlich einer Ortsbesichtigung am 25.07.1939, die durchgeführt wurde, weil die Tochter des Gründers aus Altersgründen die Konzession auf ihren Sohn Wilhelm übertragen wollte, ist im Protokoll als Begründung für die Konzessionsübertragung mit der Konzessionserweiterung auf „ein Bierrestaurant mit Gast- und Klubzimmer“ angeführt worden, dass hier seit „70 Jahren eine Schankwirtschaft betrieben“ wird.
In der heute historischen Gaststätte am Rande des Dorfes, unweit der westfälischen Grenze, hielten früher Durchreisende und Postkutscher ebenso an wie Landwirte aus dem Dorfe, die in den Randbereichen ihre Felder mit Schaufeln und Spaten, mit Harke und Forke und später auch mit Kuh- und Pferdegespannen bewirtschafteten, um kurz auszuspannen, um sich zu erfrischen.
Lag der Schwerpunkt der Land- und Gastwirtschaft in den ersten Jahrzehnten ihres Bestehens mehr auf Ackerbau und Viehzucht, änderte sich vor Mitte des letzten Jahrhunderts die Betriebsausrichtung. Der Großvater des Hauses räumte um und aus und veranstaltete in der heute noch vorhandenen Scheune sogenannte „Holzkenbälle“. Als am 20. Juni 1948 die Währung auf DM umgestellt wurde, war der letzte Holzkenball gewesen. Die Landwirtschaft rückte fortan mehr in den Mittelpunkt.
Heute, im 21. Jahrhundert, gehört die Landwirtschaft wieder der Vergangenheit an. Durch umfangreiche Um- und Ausbaumaßnahmen ist an der Südseite, dort, wo bis zu den 40-er Jahren des letzten Jahrhunderts der Ausschank war, unter Einbeziehung weiterer Räume im März 2000, noch zu DM-Zeiten, ein Restaurant entstanden. 45 Personen finden hier in angenehmer Atmosphäre Möglichkeiten zur Erholung und Entspannung.
In den Wintermonaten vermittelt der alte restaurierte Holzbretterfußboden des Restaurants zusammen mit dem knisternden Feuer im offenen Kamin dem Gast das Gefühl, im Ambiente einer „Wohnstube“ einen unvergessenen Abend bei Rotwein und Kerzenlicht verbringen zu können. In der integrierten „Klönstube“ – teilweise in Sitzen im Schrank – genießen die Kenner bei gutem Essen plaudernd ihre ungestörten Stunden.
In der vom Restaurant getrennten und bewusst im „Outfit“ eines ländlichen Wirtshauses gehaltene Gaststube treffen sich die Einheimischen „bi Falldörp`s Elfriede“, der Seniorchefin, zu ihrem Früh- bzw. Dämmerschoppen.
Und wer einen Tagungsraum mit separatem Zugang sucht, findet ihn im mit Parkett ausgelegten Clubzimmer, der Platz für 25 Personen bietet oder im Jagdzimmer, wo 30 Personen Platz finden können.
2007 ist der urigen Bauernhof zu einem Biergarten umgestaltet worden. Landwirtschaftliche Geräte aus der Nachkriegszeit sorgen für die passende Dekoration. In einer angegliederten Remise steht ein Backofen, der nach Vorlagen aus der Gründerzeit dieser ehemaligen Schankwirtschaft aus alten „Wagenfelder Klinkern“ gemauert ist. Hier werden die Braten und auch andere kulinarische Spezialitäten zubereitet für Gruppen ab 10 Personen. „Scharfe Knollen“ (Kartoffeln mit einer Salzkruste) - in einem Manteltopf aus Omas Zeiten gekocht - komplettieren die besonderen rustikalen Gerichte.
Natürlich stehen alle unsere Räumlichkeiten Gästen auch für kleinere Familienfeiern oder für andere Feste zu besonderen Anlässen zur Verfügung. Mit unseren Servicekräften oder unserem Küchenchef können sie ihre kulinarischen Wünsche besprechen.
Einen gemütlichen Aufenthalt in Falldorf`s Gasthaus wünscht die Familie Falldorf und Team.
Restaurant mit Kamin: 42 Plätze
Gaststube: 30 Plätze
Clubzimmer: 25 Plätze
Jagdzimmer: 30 Plätze
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